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"Tag des Sieges" Das geheime NVA-Camp bei Berlin

verfasst von Tom Moak, 11.05.2013, 16:13

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Das geheime NVA-Camp bei Berlin

11. Mai 2013 13:20 Uhr, Tomas Kittan | Aktualisiert 13:20

Frühere Offiziere von NVA, Staatssicherheit und Volkspolizei
versammelten sich in einem Camp zum Reservisten-Treffen.



Vor den Toren Berlins glorifizieren Ewiggestrige die Armee der DDR

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Foto: privat Bild 1 von 8

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Die Suppe in der Gulaschkanone ist scharf, die Maschinenpistole angeblich nicht.
Alle paar Wochen treffen sich bis zu 100 ehemalige Offiziere von NVA, Stasi und
Volkspolizei in Camps zum Marschieren, Waffenpolieren und für Übungen.

Erst am Donnerstag hatte die Gruppe in Paradeuniformen am sowjetischen Ehrenmal in Treptow den „Tag des Sieges“ gefeiert (Stasi marschiert wieder am Ehrenmal).

Ein Teilnehmer berichtet in der B.Z. von einem Treffen der Ewiggestrigen.

Sie nannten es „das erste Treffen der Reservisten der ehemaligen bewaffneten Organe der DDR. Geprägt durch Kameradschaft der einzelnen Waffengattungen zueinander, in einer familienfreundlichen Umgebung“.

An einem Wochenende im März waren 51 Teilnehmer zum „Derfflinger Hof“ in Gusow im Oderbruch angereist. Im ehemaligen „Lager für Arbeit und Erholung“ bezogen die Uniformierten muffige Holzbungalows.

Wegen der noch eisigen Witterung konnte der ursprüngliche Ablauf nicht eingehalten werden. Doch der Camp-Chef verbreitet später per Rundmail stolz: „Es lag immer ein Plan B bereit, welcher dann minutengenau umgesetzt wurde.“

„Nur mit einem Sonderausweis durfte ich rein“, berichtet der Augenzeuge. „Wie in einer Kaserne.“ Der Teilnehmer weiter: „Es begann mit Antreten, Fahnenappell und Tagesbefehl. Dann wurden Uniformen und Stiefel gewienert.“

In einer Autokolonne, darunter ein Funkwagen der Volkspolizei (Marke Lada), ein B-1000 und GAS-69-Militärjeep, fuhr die Truppe zum Bunker Kunersdorf bei Wriezen.

Im Kriegsfalle sollte dort die NVA-Führung sitzen. Der ehemalige Bunkerchef selbst führte durch sein altes Reich. Unterirdisch besprachen sie dort die militärische Lage anno 2013.

Nach der Rückkehr ins Lager gab es insgesamt 37 Liter Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, 137 Bockwürste und 247 Schrippen – alles wurde später genau protokolliert an die Teilnehmer verschickt.

Bis in die Nacht hinein flossen am Lagerfeuer Bier, Sekt und Schnaps.

„Die Männer schwärmten von den guten alten Zeiten und spielten dabei mit ihren Waffen“, so der Augenzeuge. Die Gewehre und Maschinenpistolen waren echt, aber angeblich unschädlich gemacht.

Am letzten Tag war Auswertung. Ein Major verlieh „drei hohe Auszeichnungen“ an die besten Kameraden. Wegen schlampiger Uniform und „Störung der sozialistischen Beziehungen“ wurden aber auch eine Verwarnung und eine Missbilligung ausgesprochen.

Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, hat sich über diese militärischen DDR-Vereine informiert: „Sie geben zwar vor, gemeinnützigen Zwecken zu dienen. Doch handelt es sich um einen abgeschlossenen Kreis von Personen.“ Er fordert die Behörden auf, diese vorgebliche Gemeinnützigkeit genau zu prüfen: „Und wenn der Status zu Unrecht besteht, muss er aberkannt werden.“

Innensenator Henkel schockiert. „Eine unsägliche Provokation“

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Berlins Innensenator Frank Henkel (49, CDU, F.) hat sich schockiert gezeigt
über das Stasi-Ritual am Sowjetischen Ehrenmal am 9. Mai 2013 über das
am Freitag die B.Z. berichtet hatte.

Henkel sagte am Freitag: „Es ist eine unsägliche Provokation, wenn diese Ewig gestrigen jetzt wieder uniformiert auf die Straße gehen. Das gilt grundsätzlich, aber ganz besonders für den 8. Mai. Nach dem Kriegsende wurde im Osten Deutschlands eine Diktatur durch eine andere abgelöst.

Dieser Aufmarsch ist ein Schlag ins Gesicht aller SED-Opfer und ihrer Angehörigen. Genauso unsäglich finde ich es, dass wir die NPD an diesem Tag auf einer Demonstration erdulden mussten. Nicht alles, was das Demonstrationsrecht schützt, müssen wir auch gutheißen.“

Auch Rainer Wagner, der Bundesvorsitzende des Dachverbandes der SED-Opfer, erklärte: „So etwas ist eine schallende Ohrfeige für alle Opfer des SED-Regimes und zeigt in aller Deutlichkeit, dass die Politik endlich handeln muss.“

Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, fordert: „Der Bundestag muss endlich das Tragen von Uniformen und Abzeichen der DDR in der Öffentlichkeit genauso verbieten wie das Tragen von Uniformen und Abzeichen der Nazi-Diktatur.“

Die Grünen-Fraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, Ramona Pop, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa:

„Das ist unerträglich und eine Verhöhnung der SED-Opfer."

Quelle: http://www.bz-berlin.de

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