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IM "Jens Peter" . . . East Side Gallery-Investor unter Druck

verfasst von Tom Moak, 18.11.2013, 16:09

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Politik

Stasi-Vorwurf gegen Maik Uwe Hinkel - East Side Gallery-Investor unter Druck

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Als IM "Jens Peter" soll er Kirchengruppen ausgespäht haben:
Maik Uwe Hinkel, Investor des Bauprojekts an der East Side Gallery,
gerät nach der Herausgabe von Stasi-Unterlagen unter Druck.

Mit dem Versuch, die Veröffentlichung der Dokumente zu verhindern, scheiterte er.

Er habe sich nie für die Stasi verpflichtet, sagt er selbst - der Berliner Politikwissenschaftler
Jochen Staadt hält eine Kooperation Hinkels mit dem MfS jedoch für plausibel.


Der Berliner Politikwissenschaftler Jochen Staadt hält es für glaubhaft, dass der umstrittene Investor Maik Uwe Hinkel mit der DDR-Staatssicherheit zusammengearbeitet hat. Der Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin verwies am Montag im rbb auf Angaben von Personen, die von der Stasi bespitzelt wurden.

"Wenn Informationen über Dritte in Unterlagen dieser Person gefunden werden, dann ist das ein Hinweis darauf, dass die Person, die die Informationen geliefert hat, mit dem Ministerium für Staatssicherheit in irgendeiner Weise kooperiert hat."

Ob Hinkel jedoch offiziell als Spitzel tätig war,
geht laut Staadt aus den Unterlagen nicht hervor.

Hinkel selbst hatte in einer Stellungnahme vom 16. November mitteilen lassen, dass er sich nicht vor 30 Jahren freiwillig für die Staatssicherheit der DDR verpflichtet habe und es dementsprechend auch keine Verpflichtungserklärung oder Aktenvorgänge gebe.

Es sei allerdings nicht ungewöhnlich, dass Akten von Personen, die in der Spätphase der DDR mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammengearbeitet hätten, nicht mehr vorhanden seien, sagte Staadt.

"Das gilt für viele der Leute, die in der Endphase der DDR mit der Stasi auf dieser Basis zusammengearbeitet haben, denn in der Endphase wurden vor allem die Akten vernichtet, die noch aktuell waren.

" Andere Akten, die sich bereits im Archiv befunden hatten, seien dahingegen erhalten geblieben.

Interview

Inforadio | 18.11.2013
- Stasi-Unterlagen - Investor Hinkel unter Druck
Politikwissenschaftler Jochen Staadt hält eine
Zusammenarbeit mit der Stasi für plausibel.


Trotz Protesten baut der Unternehmer Hinkel derzeit Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer. Für den Zugang waren auch Teile aus dem original erhaltenen, bemalten Mauerstück herausgenommen worden.

Gegner des Projekts hatten die Vergangenheit des Investors ins Spiel gebracht, wogegen Hinkel vor Gericht zog. Seine Klage auf Verschluss der Unterlagen wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Aus den Papieren geht laut Gericht hervor, dass Hinkel in den 1980er Jahren Inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit war.

Hinkel hatte das Urteil nicht akzeptiert und ging vor das Oberverwaltungsgericht. Ein Scheitern der Beschwerde in zweiter Instanz war die Voraussetzung für die Herausgabe der Stasi-Unterlagen.
IM "Jens Peter" soll Kirchengruppen bespitzelt haben

Die Zeitschrift "SUPERillu" hatte die Dokumente beantragt und zitiert in ihrer neuesten Ausgabe Details, die von den Stasi-Mitarbeitern über Hinkel notiert wurden. Die Vorwürfe gegen ihn werden durch das Material untermauert, bestätigte eine Behördensprecherin am Samstag dem rbb.

Nach Informationen der "SUPERillu" war Hinkel seit 1982 Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheit. Nach Einschätzung der Stasi habe er unter dem Decknamen "Jens Peter" "politisch zuverlässig und ehrlich mit dem MfS zusammengearbeitet".

Die Akte mit der Registriernummer XVIII-1493/82 enthalte zahlreiche Berichte von IM "Jens Peter" über Studienkollegen und deren Freundeskreis, Nachbarn und West-Besucher. Hinkel war demnach als IM insbesondere auf die Katholische Studentengemeinde in Sachsen und deren westdeutsche Kontaktpersonen angesetzt.

Als IM war Hinkel laut Akte mit mehreren Operativen Vorgängen mit den Decknamen "Mephisto", "Sakrament" und "Konzept" beschäftigt. Im September 1985 vermerkte die Stasi, dass Hinkels Berichte zur Verhaftung und Verurteilung eines Ehepaars und eines Studenten wegen "staatsfeindlicher Hetze" geführt hätten.

Stasi-Vergangenheit und wirtschaftlicher Erfolg

Jochen Staadt sieht einen Zusammenhang zwischen ehemaliger Stasi-Mitarbeit und heutigem wirtschaftlichen Erfolg, "weil die Stasi in der Endphase ihre jüngeren Leute darauf regelrecht vorbereitet hat, in Bereiche zu gehen, die nicht einer Kontrolle unterliegen, wie etwa der öffentliche Dienst." So gebe es einige Beispiele für ehemalige Stasi-Offiziere, die später im Bereich der Wirtschaft oder des Immobilienwesens erfolgreich wurden.

» Mit dem Informationszugang des MfS seien diese Personen in der Lage gewesen, sich
» über Immobilien, Besitzverhältnisse oder attraktive Anlagemöglichkeiten zu informieren.

So konnten sie über offizielle oder amtliche Unterlagen an Insider-Informationen gelangen.


Stand vom 18.11.2013

Quelle: http://www.rbb-online.de




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