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Journalismus in der DDR war Agitation und Propaganda

verfasst von Tom Moak, 22.02.2014, 20:30

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sz-online.de | Sachsen im Netz

Große Nachfrage nach Studie über Ex-SED-Zeitung

» Journalismus in der DDR war Agitation und Propaganda,
» wusste schon Ex-Politbüromitglied Günter Schabowski.

Eine Autorin hat nun erstmals umfassend Geschichte und
Stasi- Verquickung einer SED-Bezirkszeitung analysiert
- die der "Freien Erde".

Und das Interesse daran ist groß.

19.02.2014
Von Winfried Wagner
Neustrelitz.

Ein erstes Buch mit einer umfassenden Studie über eine SED-Zeitung
in der DDR stößt auf unerwartet großes Interesse.

"Wir planen schon eine Neuauflage und sind eingeladen, das Buch"
Die Zeitung 'Freie Erde' auf der Buchmesse im März in Leipzig
vorzustellen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbeauftragte
für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, der Nachrichtenagentur dpa.

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Die Studie könne durchaus Anstoß für eine ähnliche Aufklärung bei
den anderen 13 Ex-SED-Bezirkszeitungen von Suhl bis Rostock sein.



Die 172 Seiten lange Aufklärung der Zeitung für den damaligen
Bezirk Neubrandenburg war im Dezember 2013 erschienen und
geht auch auf Stasi- Verquickungen ein.

Autorin ist die Berlinerin Christiane Baumann.

Das Buch wurde am Dienstagabend in Neustrelitz vorgestellt.

"Man braucht fast ein Wörterbuch, um diese Zeitungen heute noch zu
verstehen", bemerkte Baumann. In akribischer Arbeit untersuchte sie
den journalistischen Alltag zwischen 1952 und 1990, wie über die
Hauptthemen Landwirtschaft, Sport und "den Klassenfeind im Westen"
berichtet wurde und das Netz der Stasi-Informanten innerhalb der Redaktion.

» So arbeiteten in den 1980er Jahren etwa ein Viertel der Mitarbeiter
» in den Redaktionen der „Freien Erde“ als Inoffizielle Mitarbeiter

» (IM) der Staatssicherheit.


» Einige IM wurden erst mit Erscheinen der Studie bekannt.

Die Untersuchung hatte die Nachfolgezeitung der "Freien Erde" -
der Neubrandenburger "Nordkurier" - 2011 in Auftrag gegeben.


Sie wurde zusammen mit der Landesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen
erarbeitet. "Das Buch ist aber eine zeitgeschichtliche Studie, keine
nachgeholte Stasi-Aufarbeitung", sagte Baumann. Geschildert wird auch
der Fall einer 65-jährigen Leserin, die nach kritischen Leserbriefen wegen
"staatsgefährdender Hetze" zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde.

In der DDR gab es 14 Bezirkszeitungen sowie überregionale Zeitungen, wie
die "Junge Welt" und das "Neue Deutschland", die alle die SED steuerte.
Sie hatten eine Monopolstellung, unter anderem weil die DDR-Führung die
Papierkontingente zuteilte. Nach 1990 wurden die Zeitungen privatisiert, sie
behielten aber vielfach ihre Dominanz. Die "Freie Erde"gehörte mit einer
Auflage von 165 000 Exemplaren zu den kleinsten Bezirkszeitungen. (dpa)


Quelle: http://www.sz-online.de


,.-

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