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Treffen der Stasi-Landesbeauftragten in Dresden

verfasst von Tom Moak, 27.04.2014, 20:28

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Politik - 27.04.2014

Treffen der Landesbeauftragten

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Stasi-Beauftragte sehen noch Lücken in der Aufarbeitung der DDR Säcke
mit Papierschnipseln von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit
(MfS) lagern in der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin.

(BILD: DPA)

Zwangseinweisung von Frauen, der Umgang mit den Sorben
- noch gibt es weiße Flecken in der DDR-Geschichte, sagen
die Stasi-Beauftragten.

In Dresden ziehen sie nach einem Vierteljahrhundert Bilanz.

Dresden/dpa.

Knapp 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR
sehen die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
immer noch Lücken in der Aufarbeitung.

Als Beispiele nannte der sächsische Beauftragte Lutz Rathenow
die Einweisungen von Frauen in medizinische Zwangseinrichtungen
oder den Umgang mit den Sorben.

„Es gibt immer noch weiße Flecken“, sagte Rathenow am Sonntag
zum Abschluss des 18. Bundeskongresses der Stasi-Beauftragten
in Dresden.

Diese hatten am Wochenende mit der Bundesstiftung Aufarbeitung
getagt, um knapp 25 Jahre nach dem Mauerfall eine Bilanz zu
ziehen. Rund 200 Menschen waren dafür nach Dresden gekommen.

Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte müsse künftig nicht
nur in einen gesamtdeutschen, sondern in einen europäischen
Kontext eingebettet werden, sagte Rathenow - und verwies
auf die Lage in der Ukraine.

Dort sei aktuell zu erleben, wie Russland seinen
Machtanspruch mit großem Selbstbewusstsein ausbaue.

Anerkennung von Unrecht

In Podiumsdiskussionen stand unter anderem die Anerkennung von
kommunistischem Unrecht und die Rehabilitierung der Opfer auf
dem Programm. Als Aufgabe nannten die Landesbeauftragten auch,
DDR-Geschichte für die Jugend „erlebbar“ zu machen.

Es gebe immer mehr junge Menschen,
die keinen direkten Bezug zu dieser
Epoche haben.

Diskutiert wurde auf dem Kongress zudem über
die Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde und
eine mögliche Schließung von Außenstellen.

„Wir wollen vor allem die Akteneinsicht
beschleunigen, die Akten offen halten.

Alles muss unter diesem Ziel stehen“,
sagte Rathenow.

Mit einer Gedenkveranstaltung in der
einstigen Stasi-Bezirksverwaltung in
Dresden ging der Kongress am Sonntag
zu Ende.

Der nächste Bundeskongress soll im Mai 2015 an
der Grenzgedenkstätte Point Alpha zwischen dem
osthessischen Rasdorf und Geisa in Thüringen
stattfinden.

Quelle: http://www.mz-web.de

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