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Agenten statt Dissidenten

verfasst von defiance, 20.06.2014, 11:19

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Artikel vom 20.06.2014 - 08.56 Uhr
US-Geheimdienst NSA war auch in Gießen aktiv

Gießen (mö). Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA)
unterhielt in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch
in Gießen eine Einrichtung zur technischen Überwachung.

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Alter Richtfunkmast an der Grünberger Straße.
© Burkhard Moeller

Dies geht aus einer Liste mit historischen NSA-Standorten in Deutschland hervor, die das
Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« veröffentlicht hat. Die Liste stammt laut Spiegel aus
dem Archiv des Geheimdienstaussteigers Edward Snowden.

Wie der »Spiegel« schreibt, habe es in Deutschland im Laufe der Jahrzehnte etwa 150 solcher Überwachungspunkte gegeben, davon laut Liste die meisten an US-Militärstandorten oder im Bereich von Horchposten, die vor dem Fall der Mauer in erster Linie auf das Gebiet der damaligen DDR ausgerichtet waren; in Hessen zum Beispiel auf der Wasserkuppe oder dem Hohen Meissner.

Die Einrichtung in Gießen wurde laut der Liste zwischen 1951 und 1954
betrieben und dürfte vor allem der militärischen Aufklärung gedient haben.

Daher kommt die Nachricht, dass die NSA zeitweise auch
in Gießen Material gesammelt hat, nicht überraschend,
denn in Gießen befand sich über Jahrzehnte ein großer
US-Militärstützpunkt, zu dem auch einige Geheimdienst-
einrichtungen gehörten.

So soll der US-Auslandsgeheimdienst CIA
seinen Gießener Sitz in einer Villa im
Südviertel gehabt haben.

Ein weiterer Dienstsitz der Schlapphüte soll
sich in der Grünberger Straße befunden haben.

Dort steht bis heute das wichtigste Instrument,
das den US-Geheimdiensten damals in Gießen zur
Verfügung stand. Die Rede ist vom rund 100 Meter
hohen Richtfunkmast in der Pendleton-Siedlung,
mit dem die Amerikaner geheime Botschaften
sendeten und abfingen sowie die Soldatenfamilien
mit heimischen Fernsehprogrammen versorgten.

In den Jahrzehnten des Ost-West-Konflikts war Gießen übrigens nicht nur der
wegen der starken Militärpräsenz ein Tummelplatz für die Geheimdienste.

Denn deren Interesse galt vor allem auch dem Erstaufnahmelager
im Meisenbornweg, wo nicht nur »richtige« DDR-Flüchtlinge
ankamen, sondern auch Personen, die die DDR-Staatssicherheit
in die Bundesrepublik einschleuste, um dort zu spionieren.

Nach Erkenntnissen der Berliner Stasi-Unterlagenbehörde
war Gießen zeitweise so etwas wie eine kleine Hochburg
der DDR-Auslandsspionage.

So sollen sich 1988 noch neun Mitarbeiter
der Stasi hier aufgehalten haben. (Foto: mö)


Quelle: http://www.giessener-allgemeine.de

© Gießener Allgemeine Zeitung 2014 - www.giessener-allgemeine.de


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