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Tom Moak

26.04.2014, 22:44
 

Na, sind wir nun endlich aufgewacht hat aber lange gedauert

[image]

Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt – Berliner Zeitung

Politik - 25.04.2014

Von Markus Decker

»
»

DDR-Vergangenheit

Auch der Westen soll die Stasi aufklären

[image]
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn (l), und
der sächsische Landesbeauftragte für Stasiunterlagen, Lutz Rathenow.

Foto: dpa

Der Stasi-Unterlagenbeauftragte Roland Jahn sieht die Aufarbeitung
der SED-Diktatur als eine gesamtdeutsche Angelegenheit.


Am Wochenende tagen die Stasi-Unterlagenbeauftragten
und die Bundesstiftung Aufarbeitung in Dresden.

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn,
und der sächsische Landesbeauftragte Lutz Rathenow haben
sich für eine stärkere Aufarbeitung in Westdeutschland (BRD)
ausgesprochen.

„Erst mal gibt es viele Menschen aus der DDR, die ausgereist
sind in den Westen oder geflüchtet sind, damals, als die Mauer
noch stand“, sagte Jahn dem Sender MDR.

„Das Zweite ist: Auch im Westen gab es Stasi-Mitarbeiter.
Auch im Westen gab es Menschen, die gewirkt haben
im Interesse der SED-Diktatur.“

All das müsse ja auch aufgearbeitet werden.

Lutz Rathenow hatte zuvor deutlich gemacht, angesichts
vieler Anfragen aus dem Westen (BRD ) brauche es
dort ebenfalls Landesbeauftragte für BStU Unterlagen.

Am Wochenende tagen die Stasi-Unterlagenbeauftragten
und die Bundesstiftung Aufarbeitung, um über ihre
Arbeit 25 Jahre nach dem Mauerfall zu sprechen.

Präsident Thomas Krüger widerspricht

» Die Stasi-Landesbeauftragte von Sachsen-Anhalt,
» Birgit Neumann-Becker, stimmte Lutz Rathenow
» zu.


„Wir haben viel zu tun mit Anfragen aus den alten
Bundesländern ( BRD ), in Sachsen-Anhalt vor allem
aus Niedersachsen“, sagte sie der Berliner Zeitung.

„Das sind Ostdeutsche, die im Westen leben
und denen dort die Ansprechpartner fehlen.“


» Deshalb würde sie es sinnvoll finden, wenn
» es auch in den alten Bundes-Ländern (BRD)
» Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
» gäbe.

Ostdeutschland hat seit 1945 einen Aderlass
gen Westdeutschland zu beklagen; allein von
1989 bis 2011 siedelten knapp 4,2 Millionen
Menschen über.


Viele der Übersiedler vor ’89 hatte die
Staatssicherheit der DDR im Visier.


Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung,
Thomas Krüger, widersprach Lutz Rathenow:


„Es gibt derzeit mit dem Bundesbeauftragten (BStU)
für die Stasi-Unterlagen eine zentrale Ansprechstelle,
die jedem Bundesbürger offen steht.
Die Ausweitung dezentraler Infrastruktur auf die
alten Bundesländer (BRD) halte ich für überzogen.“

Zudem sinke die Zahl der Anträge auf Akteneinsicht.

Die große Koalition im Bund will in Kürze eine
Expertenkommission einsetzen, die Empfehlungen
zur Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde geben
soll.

Jahn hatte in einem Positionspapier eingeräumt,
dass andere Organisationsformen denkbar seien.

Zugleich hatte er betont, dass die Stasi-Akten
auch weiterhin dezentral gelagert werden müssten.

Sieben der zwölf Außenstellen sollen allerdings
geschlossen werden, schlägt Jahn vor.


» Auch ein Kampf ums Geld

Der Vorsitzende des Rates der Bundesstiftung Aufarbeitung,
Markus Meckel, mahnte derweil an, „so schnell wie möglich
eine Entscheidung“ zu treffen, wann die Akten ins Bundesarchiv
gehen sollen. „Ich halte das Jahr 2019 nach wie vor für richtig.“
Nötig sei eine Entscheidung, wie die Ressourcen von Forschung
und Bildung neu geordnet werden könnten.

In diesem Zusammenhang müsse auch
über die Doppelstrukturen von

- Landeszentralen für politische Bildung,

- Stasi-Landesbeauftragten und

- Außenstellen des Bundesbeauftragten gesprochen werden.

Dies müsse Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU)
mit den Ländern klären. Die Stasi-Akten auch in den Ländern
befinden sich in der Verfügungsgewalt des Bundesbeauftragten
und sind in den Außenstellen untergebracht.


Die autonomen Landesbeauftragten haben beratende
Funktion und leiten Anträge auf Akteneinsicht weiter.

» Hinter der Diskussion verbirgt sich
» nicht zuletzt ein Verteilungskampf.

"Wir leiden darunter, dass der Stiftung die ursprüngliche
Summe nicht zur Verfügung steht, weil die niedrigen
Zinsen bei uns richtig reinschlagen", sagte Meckel.


„Hier ist von der Politik zu erwarten,
dass das ausgeglichen wird.

Es kann nicht sein, dass eine von der Politik
gewollte Arbeit nicht geleistet werden kann.“

Bei der Bundesstiftung klafft 2014 eine
Zinslücke von 1,5 Millionen Euro.

Dagegen verfügt die Stasi-Unterlagenbehörde
über knapp 100 Millionen Euro jährlich.


Quelle: http://www.berliner-zeitung.de


Copyright © 2014 Berliner Zeitung

²³²

Tom Moak

27.04.2014, 19:24

@ Tom Moak
 

Stasi-Beauftragte sehen noch Lücken in der Aufarbeitung

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Nachrichten aus Dresden

27.04.2014

Stasi-Beauftragte sehen noch Lücken in der Aufarbeitung

25 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR sehen die
Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen immer noch Lücken
in der Aufarbeitung.

Als Beispiele nannte der sächsische Landesbeauftragte Lutz Rathenow
die Einweisungen von Frauen in medizinische Zwangseinrichtungen
oder den Umgang mit den Sorben.

«Es gibt immer noch weiße Flecken», sagte Rathenow am Sonntag
zum Abschluss des 18. Bundeskongresses der Stasi-Beauftragten
in Dresden.

Die hatten am Wochenende gemeinsam mit der Bundesstiftung
Aufarbeitung getagt, um 25 Jahre nach dem Mauerfall eine
Bilanz zu ziehen.

Mit einer Gedenkveranstaltung in der einstigen
MfS-Bezirksverwaltung ging der Kongress zu Ende.

(dpa/sn)

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de
»

²³²

Tom Moak

27.04.2014, 20:28

@ Tom Moak
 

Treffen der Stasi-Landesbeauftragten in Dresden

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Politik - 27.04.2014

Treffen der Landesbeauftragten

[image]
Stasi-Beauftragte sehen noch Lücken in der Aufarbeitung der DDR Säcke
mit Papierschnipseln von Akten des Ministeriums für Staatssicherheit
(MfS) lagern in der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin.

(BILD: DPA)

Zwangseinweisung von Frauen, der Umgang mit den Sorben
- noch gibt es weiße Flecken in der DDR-Geschichte, sagen
die Stasi-Beauftragten.

In Dresden ziehen sie nach einem Vierteljahrhundert Bilanz.

Dresden/dpa.

Knapp 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution in der DDR
sehen die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
immer noch Lücken in der Aufarbeitung.

Als Beispiele nannte der sächsische Beauftragte Lutz Rathenow
die Einweisungen von Frauen in medizinische Zwangseinrichtungen
oder den Umgang mit den Sorben.

„Es gibt immer noch weiße Flecken“, sagte Rathenow am Sonntag
zum Abschluss des 18. Bundeskongresses der Stasi-Beauftragten
in Dresden.

Diese hatten am Wochenende mit der Bundesstiftung Aufarbeitung
getagt, um knapp 25 Jahre nach dem Mauerfall eine Bilanz zu
ziehen. Rund 200 Menschen waren dafür nach Dresden gekommen.

Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte müsse künftig nicht
nur in einen gesamtdeutschen, sondern in einen europäischen
Kontext eingebettet werden, sagte Rathenow - und verwies
auf die Lage in der Ukraine.

Dort sei aktuell zu erleben, wie Russland seinen
Machtanspruch mit großem Selbstbewusstsein ausbaue.

Anerkennung von Unrecht

In Podiumsdiskussionen stand unter anderem die Anerkennung von
kommunistischem Unrecht und die Rehabilitierung der Opfer auf
dem Programm. Als Aufgabe nannten die Landesbeauftragten auch,
DDR-Geschichte für die Jugend „erlebbar“ zu machen.

Es gebe immer mehr junge Menschen,
die keinen direkten Bezug zu dieser
Epoche haben.

Diskutiert wurde auf dem Kongress zudem über
die Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde und
eine mögliche Schließung von Außenstellen.

„Wir wollen vor allem die Akteneinsicht
beschleunigen, die Akten offen halten.

Alles muss unter diesem Ziel stehen“,
sagte Rathenow.

Mit einer Gedenkveranstaltung in der
einstigen Stasi-Bezirksverwaltung in
Dresden ging der Kongress am Sonntag
zu Ende.

Der nächste Bundeskongress soll im Mai 2015 an
der Grenzgedenkstätte Point Alpha zwischen dem
osthessischen Rasdorf und Geisa in Thüringen
stattfinden.

Quelle: http://www.mz-web.de

³²³

Tom Moak

27.04.2014, 20:54

@ Tom Moak
 

Leidenserinnerungen und geschichtsmüde Jugend

[image]

neues-deutschland.de / 28.04.2014 / Inland / Seite 6

Leidenserinnerungen und geschichtsmüde Jugend


18.Bundeskongress der Stasibeauftragten in Dresden
verharrte aber nicht nur in der Retrospektive



Von Michael Bartsch, Dresden

Benennung von SED-Unrecht erwartet man üblicherweise
von Begegnungen der Jahn-Behörde mit Opferverbänden.

Doch zwei Gäste stellten auch Fragen an
die Transformationsgesellschaft danach.


[image]
Ort schlimmer Erinnerungen: Frauenknast Schloss Hoheneck
Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Wenn sich einmal im Jahr die Stasi-Landesbeauftragten
mit den Verfolgtenverbänden zum Bundeskongress
treffen, erwartet man kaum mehr als die üblichen Rituale.

Die »Master Narratives« werden bedient, also bis 1989
die Hölle, dann Eingang in den Vereinigungshimmel.

Begleitet vom nahezu vollständigen Kritikfähigkeitsverlust
der einstigen Dissidenten gegenüber aktuellen Zuständen.

Wer in der DDR gelitten hat, findet an solchen Tagen in der
kollektiven Erinnerung an das Unrecht etwas Erleichterung.
Und die Forschung kann glänzen, wenn sie in der Nische
bislang unbekannte Übeltaten entdeckt, die im Namen des
angestrebten Kommunismus begangen wurden.

Dass man sich am vergangenen Wochenende in Dresden nicht
ausschließlich in der nochmaligen Negation des Überwundenen
erschöpfte, ist vor allem zwei herausragenden Podiumsgästen
aus Polen und Ungarn zu danken.

Der Historiker Basil Kerski, Leiter des vor sieben Jahren gegründeten
Europäischen Solidarnosc-Zentrums in Gdansk, schlug den Bogen
in die Gegenwart.

Und János Can Togay, Direktor des vom ungarischen Staat geförderten
Collegium Hungaricum Berlin, lieferte mit einer Beschreibung der
ungarischen Transformationsgesellschaft Erklärungen für den
Rechtstrend in seinem Heimatland.

Unausgesprochen stand bei ihrem Podium im Sächsischen Landtag
der alte Vorwurf im Raum, unsere mittel-osteuropäischen Nachbarn
hätten mit den Eliten des Ancien Regime nicht gründlich genug
aufgeräumt.

Während Historiker Rainer Eckert vom Zeitgeschichtlichen Forum
Leipzig den Egon-Krenz-Terminus »Wende« strikt ablehnte
und auf der »Friedlichen Revolution« beharrte, stellte Kerski
für sein Land in Frage, ob es sich 1989 überhaupt um eine
Revolution gehandelt habe.


Eine solche hätten die regierenden Kaczynski-Brüder später
von oben nachzuholen versucht, während es sich zuvor eher
um evolutionäre Entwicklungen gehandelt habe.

Die lange Vorbereitung durch die Solidarnosc-Gewerkschaft
oder die widersprüchliche Rolle von Ex-Ministerpräsident
Wojciech Jaruzelski sprächen dafür.

»Es gibt eine uneinheitliche Erzählung zum Umbruch in Polen«,
sagte Basil Kerski. Schon die Solidarnosc sei pluralistisch
gewesen. Nach 1989 sei Polen erst recht in einzelne Milieus
zerfallen, den Katholizismus eingeschlossen.

Folglich plädierte Kerski für eine kritische Rückschau auf 89,
»um damit die Köpfe und Herzen der jungen Leute zu öffnen«.

Denn die seien »ermüdet von der Geschichtsträchtigkeit«
und sehnten sich nach Normalität.

Und hätten zudem bemerkt, dass die Ideale der 89er nicht mit
der gegenwärtigen gesellschaftlichen Realität übereinstimmten.

János Togay bekräftigte Beobachtungen seines polnischen Kollegen.

Auch die ungarische Gesellschaft sei inclusive der ehemaligen
antikommunistischen Eliten tief gespalten.

Die Menschenrechtler hätten sogar immer weniger Kredit,
weil sie auf die freie Marktwirtschaft gesetzt hatten.

25 Jahre »Politokratie« hätten die
gesellschaftliche Anteilnahme gelähmt.


Und der doch wünschenswerte Westen habe eben auch
die »kalten Schauer des Kapitals« gebracht, der keine
Selbstverteidigungsorganisation gegenüberstand.

Drei Millionen Ungarn lebten heute unter der Armutsgrenze.

»Wie viele Menschen erreichen wir wirklich?« fragte Rainer Eckert
angesichts des dürftigen Geschichtswissens vieler Jugendlicher in
die Runde. Die nahm sich im Plenarsaal des Sächsischen Landtages
noch einseitiger aus als mancher Linksparteitag.

Unter den Veteranen fanden sich aber doch drei Abiturienten, die
den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit Recherchen
zum ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck gewonnen hatten.

Dieses Kapitel »Fragen an die Vergangenheit« förderte etwas über
unterdrückte renitente Sorben und medizinisch zwangsbehandelte
Frauen zutage.

Wer beim Kongress nicht zutage trat,
war Bundesbehördenchef Roland Jahn.


Es darf spekuliert werden, denn es kracht gewaltig um seine
Person und die beabsichtigte Umgestaltung von Außenstellen.

Quelle: http://www.neues-deutschland.de




³²³

Tom Moak

28.04.2014, 13:08

@ Tom Moak
 

Schnelle Entscheidung zur Zukunft der Aufarbeitung

[image]

27.04.14 Meldungen Politik News I

Schnelle Entscheidung zur Zukunft der Aufarbeitung

Der Vorsitzende des Rates der Bundesstiftung Aufarbeitung,
Markus Meckel, will eine rasche Entscheidung über die
Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde.

"Wir brauchen so schnell wie möglich eine Entscheidung,
wann die Akten ins Bundesarchiv gehen sollen", sagte
Markus Meckel der "Berliner Zeitung".

"Ich halte das Jahr 2019 nach wie vor für richtig."

Nötig sei überdies eine Entscheidung, über die Neuordnung
der Ressourcen von Forschung und Bildung.

Quelle: http://www.morgenpost.de

Tom Moak

28.04.2014, 13:17

@ Tom Moak
 

Schnelle Entscheidung zur Zukunft der Aufarbeitung

Kommentar steht für:

Die Bezugnahme auf eine vorhergehende Äußerung,
Handlung oder einen Gegenstand.

Kommentar (Journalismus), im Journalismus für den
namentlich gekennzeichneten Meinungsbeitrag eines
Autors

Tom Moak

28.04.2014, 13:20

@ Tom Moak
 

UOKG "Betroffene Opfer brauchen Sitz und Stimme"

"Betroffene Opfer brauchen Sitz und Stimme"

[image]

Tom Moak

06.05.2014, 22:59

@ Tom Moak
 

Treffen der Stasi-Landesbeauftragten in Dresden

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»

Jessen - 06.05.2014

Hintergrund

Landesbeauftragte gibt es seit 1992/93

Zur Unterstützung der Arbeit des Bundesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) wurden in den
Jahren 1992 und 1993 eingerichtet.

Zur Unterstützung der Arbeit des Bundesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) wurden in den
Jahren 1992 und 1993 in den Ländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern,
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden die Stellen der/die (LStU)
Landesbeauftragte/n für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR errichtet.

Erst im Jahr 2009 wurde auch in Brandenburg eine Landesbeauftragte zur
Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) gewählt.

Zu den Aufgaben der Landesbeauftragten gehören eine umfassende
Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zu Fragen des ehemaligen (MfS)
Ministeriums für Staatssicherheit und zur Stasi-Akteneinsicht.

Die Landesbehörden unterstützen und beraten ehemalige politisch
Verfolgte der SED-Diktatur bei ihrer Rehabilitierung.

Sie sind Ansprechpartner für Privatpersonen, Behörden,
politische Bildung, Forschung und Publizistik.

Direkten Zugriff auf die Archive des ehemaligen MfS
haben die Landesbeauftragten jedoch nicht.(*)




Die Landesbeauftragte Sachsen-Anhalts für die Stasi-Unterlagen
ist Birgit Neumann-Becker, und hat Ihren Sitz in
- 39112 Magdeburg, Klewitzstraße 4
- Telefon: 0391 / 57 50 51
- Homepage: www.stasi-unterlagen.sachsen-anhalt.de,
- E-Mail: lstu@justiz.sachsen-anhalt.de

Die Landeszentrale für politische Bildung
ist eine öffentliche Bildungseinrichtung
des Landes Sachsen-Anhalt.

Sie fördert mit ihren Informationen und Angeboten Menschen
in ihrem politischen Denken und Handeln und stützt sich
dabei auf die Werte des Grundgesetzes der Bundesrepublik
Deutschland und der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Landeszentrale für politische Bildung hat ihren Sitz in
- 39104 Magdeburg, Schleinufer 12,
- Telefon-Nummer: 0391 / 5 67 64 63
- Homepage: www.lpb.sachsen-anhalt.de,
- E-Mail: politische.bildung@lpb.mk. sachsen-anhalt.de

Quelle: http://www.mz-web.de

(Copyright © Mitteldeutsche Zeitung.
Alle Rechte vorenthalten. Vervielfältigt
ohne Genehmigung des MDVH)



²²³

defiance

07.05.2014, 03:59

@ Tom Moak
 

Nachdenken über einen Kongress der Landesbeauftragten

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Nachdenken über einen Kongress der Landesbeauftragten in Dresden

06.05.2014 - 04:38 Uhr

Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen tagten in Dresden.

DDR verstehbar und nachfühlbar machen

Dresden. Letztes Wochenende fand in Dresden ein Kongress der Landesbeauftragten
für die Stasi-Unterlagen statt. Trotz erheblicher wissenschaftlicher Präsenz ist es eine
Tagung für die Verfolgtenverbände und Aufarbeitungsinitiativen aus oder zu den
DDR-Zusammenhängen.

Viele abstrakte Begriffe, die viel Raum für Mutmaßungen lassen, wenn
ich die Berichterstattung und Kommentierung im Internet verfolge.

Die einen halten jedes Sprechen über die Vergangenheit für eine Ablenkung von
gegenwärtigen Problemen - als ob nicht gerade die aktuellen Problemzonen der
Analyse bedürfen. Alle Handlungen heute speisen sich aus Mustern, Energien,
Haltungen, Erfahrungen und herbeigedeuteten Erfahrungssurrogaten, die ihren
Grund (ihre Gründe) in mehreren Schichten der Vergangenheit haben.

Was will ich damit sagen ? Das wir weniger rasche Antworten zur Verfügung
haben, aber nichts das Informiert sein und die Lust am Wissen wollen ersetzt,
das bestenfalls zu klareren Fragen hinführt. Es geht nicht darum möglichst oft
über Aufarbeitung zu reden, sondern sie genau und differenziert zu betreiben.

Den Landesbeauftragten ( und ihren Mini-Behörden ) kommt dabei eine
Besondere koordinierende Aufgabe zu. Mehr als andere Behörden haben
sie mit den Folgen der DDR ( auch bei Westdeutschen ) und ihren Echos
im Heute, beim einzelnen Menschen zu tun.

Dafür steht die Betroffenenberatung als ein Schwerpunkt, genauso wie die
Begleitung, Beratung und Zusammenarbeit mit Verbänden und Initiativen,
Gedenkstätten und anderen gesellschaftlichen Partnern oder Einzelpersonen.

Wichtig sind die Akten- und Transparenzrecherchen zur Forschung,
Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit - auch außerhalb der Stasi-Akten,
denn diese verwaltet die BStU: die Roland-Jahn-Behörde.

Deshalb gibt es bei der Berichterstattung zum Kongress ein logisches Kuriosum:

Die meisten der Berichte, Kommentare, Nachfragen kamen zu
einem Aspekt mit dem der Kongress gar nichts zu tun hatte:
die Art der Offenhaltung der MfS-Akten für die verschiedenen
Bereiche ihrer Nutzung.



Bei den Landesbeauftragten geht es um die nötige Verbesserung
der Plausibilität der Anspruchsvoraussetzungen für den Einzelnen
in Rehabilitierungsfragen.

Egal mit welchem Thema wir es zu tun haben, wenn die
Landesbeauftragten mit an Bord sind, geht es selten nur
um wissenschaftliche Forschung, oft um die Nutzung
dieser Erkenntnisse.

Immer geht es darum, Biografien sichtbarer
machen zu können, um Menschen zu helfen.

Kürzlich nahm mich eine/ein ehemalige(r) Westdeutsche(r)
auf einer privaten Feier beiseite und erzählte etwas, was
mit dem Beruf und einem Erlebnis in der DDR zu tun hatte.

Sie/er bekäme seit zwei Jahren Alpträume - niemand
käme bei ihr / ihm das Wort "Opfer" in den Sinn.

Die Betroffenheit steigerte sich nicht nur in diesem
Fall im Verlauf der Zeit – auch bei mir hat sich in
den letzten Jahren etwas verändert:

Ich werde vorsichtiger beim Beschreiben von Erlebnissen,
um Menschen dadurch nicht zu verletzen. Warum empfindet
heute jemand einen Schmerz aus DDR-Zeiten oft stärker?

Weil die vermeintliche oder echte Ignoranz
solchen Erfahrungen gegenüber sie als noch
bedrückender erscheinen lässt?

Was war eigentlich die Frage bei ihr oder ihm?

Man habe in den herausgegebenen Stasi-Akten
nichts gefunden, es müsse dazu etwas geben,
das würde es erleichtern, damit klar zu kommen.

Damit bin ich doch wieder bei jenen Akten, für
die die Landesbeauftragten nicht zuständig sein
können, bei deren Folgenbeschreibung sie aber
zwangsläufig mit der BStU zusammenarbeiten.

Diese Akten sind mehr als andere aus
DDR - Zusammenhängen Röntgenbilder
einer Machtausübung, sie haben mehr
Tiefenschärfe.

Verglichen mit den Analysemöglichkeiten in
der Nuklearmedizin: nicht sichtbare Dinge
sichtbar werden lassen und das dominant
Offensichtliche in Zusammenhänge einordnen.

Lutz Rathenow / 06.05.14 / OTZ

Quelle: http://www.otz.de


³³³

defiance

07.05.2014, 16:20

@ defiance
 

Nun , wir sind hellwach und haben verstanden - >>>

[image]

UND DIE FREIHEIT NEHMEN WIR UNS


» Hinter der Diskussion verbirgt sich
» nicht zuletzt ein Verteilungskampf.


» Und auch ein Kampf ums Geld



» ZITAT ANFANG

Der Vorsitzende des Rates der Bundesstiftung Aufarbeitung, Markus Meckel,

mahnte derweil an, "so schnell wie möglich eine Entscheidung" zu treffen,

wann die Akten ins Bundesarchiv gehen sollen.

"Wir leiden darunter, dass der Bundesstiftung Aufarbeitung die ursprüngliche
Summe nicht zur Verfügung steht, weil die niedrigen Zinsen bei uns richtig
reinschlagen", sagte Markus Meckel.

Bei der Bundesstiftung Aufarbeitung klafft 2014 eine
Zinslücke von 1,5 Millionen Euro.


Dagegen verfügt die BStU Stasi-Unterlagenbehörde
über knapp 100 Millionen Euro jährlich.

» ZITAT ENDE


[image]
Da ist ja nun wohl doch der Wurm drin.

» Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch
» drohende Zahlungsunfähigkeit.

Kann den eine unter dem Namen

» "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur"

mit Sitz in Berlin als eine rechtsfähige Stiftung
des öffentlichen Rechts in die Insolvenz gehen ?




[image]





³³²

Tom Moak

22.05.2014, 22:11

@ Tom Moak
 

Auch in Koblenz hatte die Stasi Spitzel

[image]

22.05.2014, 06:00 Uhr


Bundesarchiv unter Beobachtung: Die Stasi hatte Spitzel auch in Koblenz


Koblenz/Berlin - Die Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR
spionierten auch in Rheinland-Pfalz. Das zeigt die Ausstellung
"Feind ist, wer anders denkt", die heute in Koblenz eröffnet.

Konzipiert hat sie Helge Heidemeyer, Forschungsleiter in
der Stasiunterlagenbehörde BStU in Berlin. Das Interview:

[image]
Was hatte die Staatssicherheit der DDR in Rheinland-Pfalz zu suchen?


Die DDR hatte an vielen Institutionen Interesse.

Selbst die entlegensten Regionen sind in
den Fokus der Stasi-Mitarbeiter geraten.

Für was hat sich die Stasi denn hier interessiert?

Koblenz war als großer Bundeswehrstandort unter Beobachtung.

Im Ahrtal war außerdem die Rückzugsmöglichkeit der
Bundesregierung, der Atombunker, von großem
Interesse für die Staatssicherheit der DDR.

Es war sicherheitsrelevant, auch für die DDR-Staatsführung
zu wissen, was die Bundesrepublik für den Krisenfall plante.

Darüber ist nicht nur sie gern informiert gewesen, sondern
der gesamte Warschauer Pakt, um das bei der Planung von
eventuellen militärischen Operationen gegen den Westen
berücksichtigen zu können.

Die DDR-Staatsführung wollte aber auch einfach wissen,
wie die BRD-Institutionen arbeiten. Deshalb war zum
Beispiel auch das Bundesarchiv interessant.

Warum war eine Reisegruppe aus der Untermosel
in der DDR für die Stasi verdächtig?


Sie war verdächtig wie jeder, der aus dem Westen kam.

Jeder West-Besucher in der DDR konnte "feindliche Ideologien"
in die DDR hineintragen. Deswegen wurden routinemäßig alle
Reisegruppen überwacht.

Die Gruppe von der Untermosel stand nicht speziell im
Fokus, aber auch über sie wurde berichtet. Dass sich
einzelne Teilnehmer mit DDR-Bürgern getroffen haben,
wurde nicht gern gesehen.

Wie lief eine solche Überwachung ab?

Oftmals berichtete der ostdeutsche Reiseleiter, der
der Gruppe grundsätzlich zur Seite gestellt
wurde, direkt an das Ministerium für Staatssicherheit.

Das war auch in diesem Fall so.

Der Reiseleiter der DDR begleitete die Gruppe die ganze Zeit.


Und wie funktionierte die Überwachung des Bundesarchivs?

Oft hat man versucht, Mitarbeiter der Institutionen
für die Stasi der DDR Spionage zu gewinnen.

Das war in erster Linie bei den großen, wichtigen sogenannten
"Feindobjekten" der Fall. Beim Bundesarchiv hat man einen
Mitarbeiter aus dem Staatsarchiv der DDR, der inoffizieller
Mitarbeiter war, nach Koblenz geschickt. Er hat Kontakt mit
einem Mitarbeiter des Bundesarchivs aufgenommen.

Es gibt Unterlagen, in denen der Mitarbeiter beschrieben
wird, substanzielle Nachrichten gibt es von ihm nicht. Die
Geschichte spielte 1989 und bricht dann vor dem Mauerfall ab.

Der inoffizielle Mitarbeiter kommt aber zu dem Schluss, dass
er da eine Quelle mit gutem Potenzial entdeckt hatte.

Hat die Stasi auch direkt versucht, Einfluss zu nehmen?

Hans-Adolf Kanter ist dafür wohl das berühmteste
Beispiel aus Koblenz.

Der CDU-Mann war Wirtschaftsberater und Lobbyist des
Flick-Konzerns und arbeitete für das Ministerium der
Staatssicherheit der DDR unter dem Decknamen "Fichtel".

Über ihn versuchte die DDR schon direkt Einfluss zu nehmen.

Er hat massenhaft Unterlagen in die DDR geliefert,
darunter auch politisch Brisantes.

Ist die Stasi-Aufarbeitung also keine rein ostdeutsche Angelegenheit?


» Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, dass die Staatssicherheit
» der DDR ein Thema ist, das auch die Menschen im Westen angeht.

Die Stasi hat eben überall gewirkt.

Ihre Stasi-Mitarbeiter waren teils sehr viel näher an Ereignissen und
Menschen dran, als sich Westdeutsche das gemeinhin vorstellen.

» Unser Bestreben ist zu zeigen, dass die Stasi der DDR
» keine ostdeutsche Regionalgeschichte ist.

Auch im Westen konnte man sich nicht sicher sein,
ins Visier der Staatssicherheit der DDR zu geraten.

Das passierte schneller, als man dachte.

Das Gespräch führte Rena Lehmann


Quelle: http://www.rhein-zeitung.de


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